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Recht. Stilvoll.

Das Europarecht

Dem Recht der Europäischen Union (Unionsrecht) kommt in der juristischen Praxis aus zwei Gründen eine zunehmende Relevanz zu: Einerseits steigt die Anzahl der unmittelbar anwendbaren Normen des Unionsrechts, andererseits haben die unionsrechtlichen Vorgaben bei der nationalen Rechtsetzung eine immer größere Bedeutung. Daraus ergibt sich, dass das Unionsrecht ggf. auch bei rein innerstaatlichen Sachverhalten zu beachten ist.
Das Unionsrecht erstreckt sich über das Recht des – durch die vier Grundfreiheiten geprägten – Binnenmarktes hinaus mittlerweile auf zahlreiche weitere Politikbereiche. Insbesondere die folgenden unionalen Politikbereiche sind für die Kernkompetenzen unserer Kanzlei von Bedeutung: die Wettbewerbsordnung, die Energiepolitik, die justizielle Zusammenarbeit und die Sozialpolitik.
Die Wettbewerbsordnung der Europäischen Union besteht grundsätzlich aus den Normen des Kartellrechts (Kartellverbot, Verbot des Missbrauchs der marktbeherrschenden Stellung, Fusionskontrolle) und des Beihilfenrechts, in dessen Mittelpunkt die Frage steht, ob eine staatliche Subvention mit dem Unionsrecht vereinbar ist. Ferner spielt das Unionsrecht wegen Rechtsinstitute wie die Unionsmarke oder das Gemeinschaftsgeschmacksmuster und der Gründung des Amtes der Europäischen Union für Geistiges Eigentum auch im gewerblichen Rechtsschutz eine erhebliche Rolle. Das Energierecht enthält – neben den nationalen Gesetzen und Rechtsverordnungen – zahlreiche europäische Verordnungen (etwa in den Bereichen des Stromhandels und der Erdgasversorgung).
Im Rahmen der justiziellen Zusammenarbeit wurden etwa das Kollisions- und Zivilprozessrecht auf europäischer Ebene vereinheitlicht, die für die Bearbeitung von grenzüberschreitenden zivilrechtlichen Angelegenheiten maßgebend sind. Schließlich umfasst die Sozialpolitik der EU das europäische Arbeits- und Sozialversicherungsrecht. Während das europäische Arbeitsrecht sich unter anderem auf das Antidiskriminierungsrecht, das Arbeitsschutzrecht (etwa Arbeitszeiten) und das Arbeitsvertragsrecht (etwa Massenentlastungen und Betriebsverlagerungen) erstreckt, sieht das europäische Sozialversicherungsrecht die Koordinierung der mitgliedstaatlichen Systeme der sozialen Sicherheit vor.
Darüber hinaus wird der Begriff „Europarecht“ auch in einem weiteren Sinne verwendet, nämlich für das Recht der anderen europäischen internationalen Organisationen. Dabei ist vor allem der Europarat von Bedeutung, der im Bereich des europäischen Grundrechtsschutzes besonders praxisrelevant ist.

 

 

 


Unsere Mandanten im Überblick:
  • Juristische Personen (unter anderem internationale Unternehmen und Träger öffentlicher Verwaltung)
  • Ausgewählte natürliche Personen



Unsere Leistungen im Überblick:
  • Beratung in europäischem Beihilfen- und Kartellrecht
  • Beratung in europäischem Energierecht
  • Beratung in europäischem gewerblichen Rechtsschutz und europäischem Urheberrecht
  • Beratung in europäischem Kollisions- und Zivilprozessrecht (Schuldrecht, Erbrecht, Familienrecht)
  • Beratung in europäischem Arbeits- und Sozialversicherungsrecht
  • Beratung in europäischem Grundrechtsschutz (Europäische Menschenrechtskonvention, Charta der Grundrechte der Europäischen Union)
  • Vertretung vor dem Gerichtshof der Europäischen Union (EuG und EuGH)
  • Vertretung vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR)

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Unsere Ansprechpartner zum Europarecht

Unsere Ansprechpartner zeichnen sich durch hohe Fachkompetenz aus und beraten Sie gerne rund um alle Fragen zum Europarecht.